Dogblog
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Hundetipps zu Silvester

Wie jedes Jahr werden auch heuer Raketen und Böller viele Hunde in Angst und Panik versetzen. Dazu möchte ich euch einige Tipps geben, wie ihr diese Zeit am leichtesten bewältigt. Die meisten davon haben wir selbst mit unseren Hunden erfolgreich gemacht, dennoch ...

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Tiere aus dem Tierschutz und dem Tierheim

Viele Leute haben Angst einen Hund aus dem Tierschutz bzw. dem Tierheim zu nehmen, weil sie glauben, dass solche Hunde Ausschuss sind, Macken haben und zu nichts zu gebrauchen sind. Zugegeben, dass man mit einem Tierheimhund zur IPO Weltmeisterschaft kommen wird, wird wohl eher die Ausnahme sein, allerdings haben solche Hunde auch sehr gute Eigenschaften und können es auch zu passablen Sporthunden schaffen, wenn richtig mit ihnen gearbeitet wird. Selbstverständlich muss man ihre Vorgeschichte und ihr Wesen beachten, dennoch können sie sehr gute Leistungen bringen.

 

Unser Rüde Simba (geb. 2010) wurde im Februar 2012 ausgesetzt gefunden, war stark abgemagert und aus schlechter Haltung. Seit Juni 2012 ist er bei uns und ist er ein ausgezeichneter Familienhund geworden, ein verantwortungsvoller Rüde seinem Rudel gegenüber, dessen Verhalten manchmal in den "roten Polizisten" umschlägt. Misstrauisch gegenüber Fremden und wachsam im Revier. Eigenschaften die ich persönlich schätze, ihm aber nicht zu jedermanns Hund machen. Er hat neben dem Hundeführschein auch die BGH1 bei ÖHU und ÖKV(ÖGV) absolviert. Sein Herz schlägt aber für Mantrailing, wo er ausgelegte Trails mit Auslegezeiten von fast 48 Stunden tadellos meistert.

 

Unsere Sophie wurde 2013 im Alter von 5 Wochen in einer ungarischen Tötungsstation zur "Entsorgung" abgegeben. Eine Freundin hat sie zu sich geholt und ins Rudel integriert. Bei uns und Simba fand sie ihren Rückhalt. Sie ist der "Melder", der den Vorposten bildet. Eine sehr soziale, aber nicht immer sichere Hündin, wenn der Rückhalt fehlt. Sie ist ebenfalls im Mantrailing aktiv und hat bei der ÖHU die BGH1 absolviert und beim ÖKV(ÖGV) letzte Woche die BGH3 mit 93 Punkten geschafft.

 

Beide Hunde haben ein unterschiedliches Wesen, ihre Schwächen und Eigenheiten. Draufgänger und Mitläufer. Melder und Vollstrecker, Eigenschaften die sich ergänzen und harmonieren.

 

Ich habe diesen Artikel deshalb geschrieben um zu zeigen, dass Hunde aus dem Tierschutz bzw. Tierheim keineswegs Ausschuss sind, sondern ein Wesen haben, auf das wir stolz sein können.

Blogger: Martin Moorland, 6.11.2017


Wirtschaftsfaktor Hund

Gerade in der heutigen Zeit, in welcher die Politik und Medien gegenüber Hundehaltern immer mehr Repressionen fordern, Hunde als Kackmaschinen, Kampfhunde, kläffende Fußhupen und dessen Halter als Asoziale mit Minderwertigkeitskomplex und Rücksichtslose abstempelt, stellt sich die Frage welchen wirtschaftlichen Nutzen die Hundehaltung unserer Gesellschaft bringt.

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Dogtrailing 2016

2. Einsatz

Am 17. Februar  2016 erfolgte der nächste Einsatz unseres erfolgverwöhnten Hundeteams (Christas Gordonsetter: Dayna, Lintschi und Mocca und meine Gordons Axel und Leon). Wieder ist um das Schloss Ernstbrunn ein Hund bei einem Spaziergang entlaufen. Cindy, die Besitzerin des am 9.1. entlaufenen Hundes (1. Einsatz 2016) rief Christa an und fragte, ob wir mit unseren Hunden einen seit 5 Tagen entlaufenen Terrier suchen könnten. Cindy ist Wolfstrainerin und war von der Sucharbeit nach ihrem Pan von unseren Hunden sehr überzeugt.

Der entlaufene Hund war - wie schon erwähnt - bereits den fünften Tag allein unterwegs. Unsere Hunde zeigten an, dass er sich in dem angegebenen Gebiet aufhielt. Das Wetter war uns nicht gnädig, es graupelte und war eisig kalt, eine harte Herausforderung für die Hunde und uns. Nach mehrstündiger Suche befanden wir uns im Ernstbrunner Wald auf einem riesengroßen Gebiet mit unzähligen Fuchsbaulöchern.  Axel zeigte bei einem Fuchsbau an, dass sich hier der gesuchte Hund befindet. Der anwesende Jäger und die Hundebesitzer fingen sofort dort zu graben an. In über zwei Meter Tiefe nach  Einsatz eines Baggers wurde der Ausreisser erschöpft, durstig und hungrig ausgegraben. Unsere Hunde haben hervorragende Sucharbeit geleistet, vor allem mein Axel hat souverän ein Hundeleben gerettet! Wir hatten im vergangenen Jahr noch zwei weitere Einsätze und aufgrund unserer Suchhunde konnten auch diese Sucheinsätze erfolgreich abgeschlossen werden und diese Hunde bei bester Gesundheit an die Besitzer übergeben werden. Unsere Erfolgsbilanz für 2016 lautet: 4 Einsätze nach entlaufenen Hunden, alle vier Hunde wurden lebend gefunden!

 

Blogger: Brigitte, 20. Jänner 2017


Jagdspiel bei Hunden

Wenn unsere Hunde wild herumtollen, gemeinsam über die Wiese laufen, nachjagen, um Beute streiten, Grimassen schneiden... Wer hat dabei nicht schon gelacht und sich dabei aber Gedanken gemacht woher das Verhalten kommt ?

Das Spielverhaltens liegt in der Entwicklung des Hundes begründet. Es ist einerseits die pure Freude an der Bewegung, der Kontakt mit Artgenossen, andererseits hat es auch sehr ernsthafte Grundlagen, auf die ich hier mit eingehen möchte.

Der Wolf, als Urvater des Hundes, ist ein Tier, welches als Prädator dazu bestimmt ist Beute zu jagen. Diese Jagdsequenzen werden schon bei den Welpen spielerisch trainiert, indem sie Mäusen und kleiner Beute herjagen, aber auch gemeinsam dieses Jagdspiel trainieren. Beim ausgeglichenen Spiel wechselt immer wieder das „Opfer“ und der „Jäger“. Das Jagdspiel hat dabei mehrere Sequenzen, welche man beim Spiel der Hunde auch sehr gut beobachten kann.

Die Jagd gliedert sich in folgende Sequenzen, wobei das Spiel einige davon nicht beinhaltet:

1.) Stöbern: Der Hund nimmt durch die Witterung der Beute in der Luft auf. (nicht im Spiel enthalten)

2.) Fährte folgen: Die Geruchsspur der Beute wird am Boden verfolgt (nicht im Spiel enthalten)

3.) Aufscheuchen der Beute: Während bei der Jagd der Jäger zielstrebig die Beute aufscheucht, macht im Spiel der eine Hund eindeutige Gesten, welche den anderen Hund zum Spiel auffordern. Dabei wird kommuniziert, dass es sich dabei nicht um einen Ernstfall, sondern um ein Spiel handelt. Der zweite Hund kann dabei oftmals eine steife abwartende Haltung einnehmen, droht aber nicht. Vor diesem Zeitpunkt ist noch nicht klar, wer die jeweilige Rolle übernimmt. Die Hunde machen sich das genau in dieser einen Situation, im Bruchteil von Sekunden, aus.

4.) Hetzen der Beute: Wie in der Natur wird die Beute nun gehetzt. Im Gegensatz zum Ernstfall, werden dabei aber Grimassen geschnitten, einerseits entsetzte Gesichter, andererseits grimmige, es wird dabei auch gebellt, was aber rassetypisch mehr oder weniger auftritt.

5.) Reissen der Beute: Im Ernst wird die Beute vom Jäger, nachdem sie eingeholt wird, geschnappt und zu Tode gebeutelt. Im Spiel unterwirft sich die Beute dem Jäger spielerisch und es gibt ein spielerisches Gerangel.

6.) Beutestreiten: Nachdem bei der ernsthaften Jagd die Beute zu Fall gebracht und getötet wurde, wird mit anderen Hunden möglicherweise um die Beute gestritten. Hat im Spiel die „Beute“ einen Spielgegenstand, wie einen Fetzen, oder ein Seil, wird um den Gegenstand gekämpft und daran gezerrt. Dabei wird (auch rassetypisch) in allen Tonlagen geknurrt. Die Funktion des zweiten Beutestreiters nimmt dann die Beute ein.

7.) Fressen der Beute: In der Natur wird die Beute, oder der Anteil dessen, vom Jäger in Sicherheit gebracht und gefressen. Beim Jagdspiel übernimmt der Jäger den Spielgegenstand, sofern er ins Spiel eingebracht wurde.

Das Spiel ändert sich nach dieser Sequenz oftmals und der Jäger, mit dem Spielgegenstand wird zur neuen Beute, welche von neuen wieder gejagt wird. Das Spiel wechselt somit zwischen den beiden Teilnehmern oftmals, bis beide so erschöpft sind, dass sie das Spiel abbrechen.

Generell ist zu sagen, dass ein positives Jagdspiel immer wieder den Rollentausch zwischen Jäger und Beute zulässt. Kommt es zu stets einseitigen Handlungen, dass ein Hund von einem anderen ständig gehetzt und bedrängt wird, ist es die Pflicht beider Hundehalter in das Spiel einzugreifen und die Hunde zu trennen. Dieses Eingreifen in ein zu wildes Spiel wird auch „Splitten“ genannt. Dabei bringt sich ein souveräner Hund aktiv in das Spiel ein und trennt die beiden Parteien. Diese Aufgabe ist nun Pflicht der Hundehalter. Dem bedrängten Hund in der Situation zurückzulassen, führt dazu, dass der Hund lernt sich nicht auf seinen Halter verlassen zu können. Gerade in der Welpenphase kommt dazu, dass man einerseits einen Angstbeisser, andererseits einen Raufer heranzieht, der später viele Probleme im Sozialverhalten mit sich bringt, welche mühsam wieder herausgearbeitet werden müssen.

Blogger: Martin Moorland, 17.1.2017


Jagdspiel bei Hunden


Können Hunde träumen

Das Gehirn des Hundes ist dem des Menschen sehr ähnlich. Es umfasst neben der Steuerung der lebenserhaltenden Funktionen, die Fähigkeiten Sinne wie riechen, spüren, sehen etc. zu interpretieren, auch Probleme zu lösen und Erlebnisse zu verarbeiten.

Diese Erlebnisse, Wünsche und Probleme des Hundes finden wie beim Menschen nicht einfach mit dem Schlaf ein Ende, sondern werden während der Zeit, in der das Gehirn scheinbar auf "Standby" geschalten wird weiterverarbeitet.

Genauso wie beim Menschen können dabei mehr oder weniger intensive Träume entstehen. Nach ca. 20 Minuten Schlaf, beginnt bei den meisten Hunden die Phase des Träumens. Dabei werden nicht nur starke und messbare Gehirnströme entwickelt, es kommt auch zu Bewegungsabläufen, wie Galoppieren,  Bellen, Knurren, Winseln oder gar Schlafwandeln. Wird der Hund aus dieser Phase herausgerissen, ist er oftmals genauso deplaziert und verloren wie ein Mensch, den man aus dieser Traumphase herausholt.

Träumen ist vom Alter des Hundes, seiner Rasse und Größe, sowie von seinen Erlebnissen abhängig. Kleine Hunde träumen kürzer aber haben öfters Traumphasen, große Hunde haben längere aber dafür weniger Traumphasen.

Das Thema ist noch nicht ausreichend erforscht, man weiß aber, dass Hunde tatsächlich träumen. Es ist interessant ihnen dabei zuzusehen, wie sie hinter einem Hasen hinterher jagen, den Nachbarshund verbellen oder im Traum nicht an die Leckerlies kommen und deshalb winseln.

 

Blogger: Martin Moorland / 13. Jänner 2017


Juckreiz beim Hund

Vielen Tierbesitzern ist mit Sicherheit schon einmal vermehrtes Kratzen bei ihrem Vierbeiner aufgefallen. Hierbei sollte man zwischen normaler Körperpflege, Stressabbau oder aber einem Krankheitssymptom unterscheiden. Kratzt, beißt oder schleckt sich ihr Hund mehrmals täglich, auch in Ruhephasen so spricht man von echtem Juckreiz, medizinisch als Pruritus bezeichnet.

Dies führt dann häufig zu Infektionen der Haut, die den Hunden und ihren Besitzern zu schaffen machen. Doch was steckt dahinter? Es gibt viele Ursachen, die als Ursache für Juckreiz in Frage kommen...

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Die richtige Ernährung des Hundes

Dass der Vorfahre des heutigen Haushundes der Wolf war, ist zum größten Teil wissenschaftlich belegt. Der Hund wurde vor ca. 16000 Jahren domestiziert. In diese Zeit fällt die Sesshaftigkeit des Menschen und der frühe Ackerbau. Beides wäre ohne den Hund als Begleiter nicht möglich gewesen. Durch die Bindung an den Menschen, veränderte sich nicht nur das Verhalten. Der Hund musste auch seine Ernährung an die des Menschen anpassen....

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Double-Blind-Trails

Heute standen bei uns Double-Blind-Trails am Programm. Vier Mensch-Hund-Teams traten voll Eifer an. Hundeführer und Flanker wussten bloß die ungefähre Richtung, in die die Suchperson verschwunden war. Die Trails bewegten sich so um ca. 600-700 m, der Wind blies stürmisch. Alle Hunde absolvierten super Trails, fanden - im wahrsten Sinne des Wortes - in Windeseile die Suchperson. Die Hundeführer vertrauten ihren Hunden total, konnten sie perfekt lesen.

Meine vollste Gratulation zu den tollen Trails, Brigitte


Nasenarbeit und Geruchssinn des Hundes

Der Geruchssinn des Hundes ist der am stärksten entwickelte Sinn. Bei der Geburt des Welpen sind Augen und Ohren verschlossen, einzig das Tasten und das Fühlen von Berührungen wird in dieser vegetativen Phase, in welcher der Welpe nur frisst und schläft, die einzige Schnittstelle zur Außenwelt. Nach ca. 10-12 Tagen beginnen sich Augen und Ohren zu öffnen, der Welpe beginnt nun den Geruch und vorerst noch schemenhaftes Erkennen seiner Umwelt wahrzunehmen.

Im Gegensatz zum Menschen besitzt der Hund eine größere Nase, mit einer stärkeren Nasenschleimhaut, welche ca. 200-240 Mio. Riechzellen beinhaltet. Zusätzlich ist der Teil des Hundehirns, welcher die Gerüche identifiziert und auswertet, ca. 10 % der gesamten Hirnmasse ausmacht. Beim Menschen sind es hingegen nur 1 %.

Der Ursprung dessen liegt in der Evolution. Man nimmt an, dass die Menschen der Steinzeit mehr Riechzellen hatten und auch Gerüche besser differenzieren konnten. Trotzdem reichte das nie an die Leistungsfähigkeit des vor ca. 16000 Jahren domestizierten Hund, welcher damals vor allem für die Jagd eingesetzt wurde.

Auch den Geruchssinn des Hundes kann man trainieren. Der Hund lernt seine natürlich angeborene Gabe zu perfektionieren. Arbeitet man gezielt mit dem Geruchssinn des Hundes, spricht man von Nasenarbeit. Der Hund wird dann in verschiedenen Bereichen verwendet. Dazu gehören Sportfährtenarbeit, Mantrailing, Stöbern, Trümmersuche, Schweißarbeit (Jagd), Drogen- und Sprengstoffsuche, Leichensuche, Gasspürhunde und Wasserspürhunde.

Einige dieser Verwendungen sind Behörden vorbehalten (z.b. Drogen und Sprengstoffsuche, Leichensuche), andere eher hochspezialisierte Exoten, wie das Wittern von Gaslecks in Pipelines oder das Finden von Wasserschäden oder die Krebserkennung.


Wer seinen Hund sportlich artgerecht und motiviert ausbilden möchte, hat mit sportlich orientierten Mantrailing und Sportfährtenarbeit ein breites Betätigungsfeld, welches nicht nur Spaß macht, sondern auch die Motivation und Bindung wesentlich verstärkt.

In unseren Mantrailing Gruppen werden maximal 6 Hunde trainiert. Dabei sind alle Rassen und Mischlinge, unabhängig von Alter und Größe, herzlich willkommen. Auch mit anderen Hunden unverträgliche Hunde können mitmachen, da diese immer einzeln gearbeitet werden. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass diese Hunde im Laufe des Trainings weniger Stress anfällig werden.

 

Blogger: Martin Moorland / 11.Dezember 2016


Von der Intelligenz der Hunde

Während man früher Hunden nur maschinell konditioniertes Handeln unterstellt hat, ist man vor einigen Jahren zu der Erkenntnis gekommen, dass ein Hund sehr wohl intelligent handelt. Diese Intelligenz der Hunde ist nicht vergleichbar mit der des Menschen, man kann sie deshalb auch nicht mit dessen Maßstäben vergleichen. Ein Hund – und mag er noch so klug sein – wird es wohl niemals schaffen einfache Rechnungen auszuführen. Man muss zu diesem Thema andere, dem Hund angepasste Maßstäbe, setzen.

Professor Stanley Coren beschreibt in seinem Buch „Die Intelligenz der Hunde“ drei Bereiche, welche berücksichtigt und unabhängig von einander betrachtet werden müssen:

instinctive intelligence (genetisch vererbte Intelligenz):  Diese beschreibt die aufgrund der Vorfahren instinktiv vererbte Fähigkeiten (Hüten, Bewachen, Jagen....)

adaptive intelligence (adaptive Intelligenz): Sie beschreibt wie sich der Hund bei der Lösung eines noch nicht gelernten oder geübten Problems verhält, z.b. das Erreichen eines Knochens durch Überwindung eines Hindernisses.

Obedience (working)  intelligence (Arbeitsintelligenz): Das schnelle Merken und korrekte Ausführen von gelernten und antrainierten Verhalten. Beispiel dafür ist Dressurarbeit in der Unterordnung bei der Sporthundeausbildung.

Die von Stanley Coren indizierten statistischen Untersuchungen, bei denen viele Hundetrainer in den USA  die Arbeitsintelligenz der Hunde beschrieben, liefert eine Liste der mehr oder weniger intelligenten Hunde. Allerdings muss man beachten, dass diese Liste nur für den Bereich der Arbeitsintelligenz gilt.

Führend in dieser Aufstellung sind vor allen Hütehunde: Border Collie, Pudel, Deutscher Schäferhund, Golden Retriever und Dobermann. Das Schlusslicht bilden: Bloodhound, Borzoi, Chow Chow, Bulldog, Basenji, Afghane  

Wie gesagt beinhaltet die Untersuchung nur die Arbeitsintelligenz. Sie berücksichtigt nicht die großartigen Fähigkeiten des Hundes, welche er genetisch von seinen Vorfahren oder durch das Leben in der Umwelt gelernt hat.

Buchtipp:  Die Intelligenz der Hunde (Stanley Coren) ISBN 978-3498009021

Blogger: Martin Moorland / 6.Dezember 2016


Krampustrail vom 2. Dezember 2016

Am Freitag fand unser Krampustrail mit Schokokrampus, Teufelslebkuchen und mit Michaela als Krampus verkleidet, natürlich auch mit Schwänzchen (he,he), statt. Beim ersten Trail mussten unsere Teams einen großen asphaltierten Platz und zwei Straßen queren, der Wind wehte kräftig, aber alle Hunde fanden unsere Versteckpersonen. Der zweite Trail führte über eine Brücke, entlang eines Baches und beim letzten Trail erfolgte die Personenidentifizierung in vollkommener Dunkelheit in einem Waldstück ebenso erfolgreich. Wieder einmal ein toller Trailtag.

Brigitte


Rückblick auf unsere Einsätze 2016

Ich hatte mit meinen Gordons Axel und Leon in diesem Jahr vier Sucheinsätze nach vermissten Hunden. Vorweg gesagt, alle vier Einsätze verliefen erfolgreich, alle entlaufenen Hunde wurden gefunden und vor allem, alle waren geschwächt, aber gesund.

Der erste Einsatz:

Am 12. Jänner 2016 abends erreichte uns ein Hilferuf – ein Hund war am 9. Jänner im Raum Ernstbrunn entlaufen.

Am nächsten Tag fuhren Christa mit ihren Gordonsettermädchen Dayna, Lintschi und Mocca und ich mit meinen Gordonbuben Axel und Leon zur verzweifelten Besitzerin des entlaufenen Hundes. Er wurde bereits die Tage zuvor von vielen Personen, einigen Suchhunden und unter Einsatz einer Wärmebildkamera erfolglos gesucht.  Wir waren nicht sehr zuversichtlich, den Hund noch lebend zu finden, zumal auch schon fünf Tage vergangen,  er am Brustgeschirr eine 10m-Leine hatte und er zudem Epileptiker war und dringend seine Medikamente benötigte. Wir nahmen also Geruchsabdrücke von seiner Decke und begaben uns an den Ort der letzten Sichtung. Christa setzte Dayna und Mocca an, beide Hündinnen zeigten einen alten, verfallenen Schuppen an, der augenscheinlich als Schlafstelle des Hundes diente. Ich ging mit Axel, der frische Fährten anzeigte, die sich immer um das Schloss Ernstbrunn drehten. Christas Hunde zogen auch immer enger einen Kreis in Richtung des Schlosses, wo er schließlich von der überglücklichen Besitzerin abgemagert, aber heil übernommen werden konnte.

Anders als bei der Individualsuche nach einem vermissten Menschen, der sich im Normalfall nicht mehr oder langsamer fortbewegt, ist die Suche nach einem aktiven, jungen, verängstigten Hund, der ständig in Bewegung ist, wesentlich schwerer.

Wir sind sehr stolz auf unsere Gordonsetter Dayna, Lintischi, Mocca, Axel und Leon. Ihre souveräne und ausdauernde Fährtensuche, ihr erster Ernsteinsatz nach der Suche eines Tieres und nicht eines Menschen verlief sehr erfolgreich.


29.November 2016

Heute war ein erfolgreicher Tag zweier Mensch-Hund-Teams. Martin hatte gestern vormittag einen Trail gelegt und so konnten heute zwei Teams einen 24-Stunden-Trail absolvieren. Die Fährte führte über verschiedene Bodenbeschaffenheiten, nämlich Asphalt, Feldweg und schlussendlich ein Waldweg, die Länge war ca. 500 m. Am Ende befand sich an einem großen Holzstoß das von Martin deponierte Geruchsobjekt. Beide Hunde fanden die Spur problemlos, wunderten sich bloß, dass Martin nicht physisch anwesend war und suchten eifrig rund um den Holzstoß, bis sie dann den Geruchsträger anzeigten. Eine tolle Leistung von Phoebie und Jacky!


Hallo wir haben einen Blog

Jetzt haben wir also unseren eigenen Hundesport-Blog, in diesem werden Michaela, Martin und ich über unsere Erfahrungen, Ereignisse und Erlebnisse in den verschiedenen Hundesportarten schreiben. Ich möchte über meine Erfahrungen mit meinen eigenen Hunden - ich führe zwei Gordonsetter-Rüden, Axel 9 Jahre und Leon  6 Jahre - in den Bereichen Mantrailing und jagdlichen Fährten berichten. Sowie über unsere Arbeit im Mantrailing-Bereich mit Hunden verschiedener Rassen in den letzten zwei Jahren. Ich hoffe, ihr habt Spaß an unseren Erlebnissen, Brigitte